Elvie vs Emy vs Perifit: Welcher Beckenbodentrainer ist der beste?

Elvie, Emy oder Perifit – welcher Beckenbodentrainer lohnt sich wirklich? Alle drei Geräte verfolgen ein ähnliches Grundprinzip: Sie verbinden Beckenbodentraining mit Biofeedback und einer Smartphone-App. Trotzdem gibt es deutliche Unterschiede bei Trainingsaufbau, App, Feedback, Motivation und Funktionsumfang.

Eine pauschale Antwort auf die Frage, welcher Beckenbodentrainer der beste ist, gibt es deshalb nicht. Elvie ist besonders interessant für Frauen, die ein eher minimalistisches und technisch ausgereiftes Training suchen, Emy setzt stark auf spielerisches Training und personalisierte Programme, während Perifit besonders viele Trainingsmöglichkeiten und Spiele bietet. Welche Lösung am besten passt, hängt deshalb vor allem davon ab, wie du trainieren möchtest und was dir bei einem Beckenbodentrainer wichtig ist.

Kurzantwort für die Entscheidung: Elvie punktet mit einem schlanken Trainingskonzept und präzisem Echtzeit-Feedback. Emy verbindet Biofeedback mit vielen spielerischen Übungen und einem personalisierten Trainingsplan. Perifit bietet besonders viele Spiele, Trainingsvarianten und zusätzliche Feedbackfunktionen. Für den Trainingserfolg ist jedoch nicht allein das Gerät entscheidend: Wichtig ist vor allem, dass du regelmäßig und korrekt trainierst.

Elvie vs Emy vs Perifit im Überblick

Bevor man sich für einen Beckenbodentrainer entscheidet, lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten Unterschiede. Alle drei Systeme arbeiten mit einem vaginal eingeführten Sensor und übertragen Trainingsdaten an eine App. Die konkrete Technik und vor allem die Gestaltung des Trainings unterscheiden sich jedoch.

Elvie Trainer

Der Elvie Trainer setzt auf Kraft- und Bewegungssensoren und zeigt die Beckenbodenaktivität in Echtzeit in der App. Das Training ist relativ klar und fokussiert aufgebaut und umfasst verschiedene Übungen für Kraft, Ausdauer und Koordination. 

Emy Trainer

Emy kombiniert Biofeedback mit einer App, personalisierten Trainingsprogrammen und zahlreichen Mini-Spielen. Die App passt die Übungen an das Trainingsniveau und die Fortschritte an. 

Perifit

Perifit verbindet Biofeedback mit einem besonders spielerischen Trainingsansatz. Die App bietet mehr als 20 Aktivitäten und verfolgt den Trainingsfortschritt in mehreren Bereichen. Bei Perifit Care+ kommen zusätzliche Sensor- und Bewegungserkennungs-funktionen hinzu. 

Der wichtigste Unterschied liegt damit weniger darin, ob die Geräte Beckenbodentraining ermöglichen, sondern darin, wie sie dich beim Training begleiten. Genau das kann für die langfristige Motivation entscheidend sein.

Was haben Elvie, Emy und Perifit gemeinsam?

Alle drei Beckenbodentrainer verfolgen das Prinzip des Biofeedbacks. Statt den Beckenboden einfach nur anzuspannen, erhältst du während des Trainings eine direkte Rückmeldung über die Aktivität deiner Muskulatur.

Das ist besonders hilfreich, weil es vielen Frauen schwerfällt, den eigenen Beckenboden richtig zu spüren. Manchmal werden beim Training stattdessen Bauch, Gesäß oder Oberschenkel angespannt. Durch das Feedback auf dem Smartphone lässt sich besser nachvollziehen, ob die Übung tatsächlich ausgeführt wird.

Auch der spielerische Ansatz ist bei allen drei Produkten ein wichtiger Bestandteil. Statt ausschließlich Wiederholungen zu zählen, wird die Muskelanspannung beispielsweise genutzt, um Bewegungen auf dem Bildschirm zu steuern. Das soll das Training abwechslungsreicher machen und dabei helfen, eine regelmäßige Routine aufzubauen.

Elvie Trainer: Für wen eignet sich Elvie?

Der Elvie Trainer gehört zu den bekanntesten smarten Beckenbodentrainern. Er misst die Kontraktionen der Beckenbodenmuskulatur mithilfe von Kraft- und Bewegungssensoren und überträgt die Daten per Bluetooth an die App. Dort erhältst du während des Trainings ein visuelles Echtzeit-Feedback. 

Das Trainingskonzept ist vergleichsweise übersichtlich. Die App führt durch verschiedene Übungen wie Lift, Pulse, Hold, Speed, Step und Strength. Dadurch werden unterschiedliche Eigenschaften des Beckenbodens trainiert: von kurzen, schnellen Kontraktionen bis hin zu längeren Haltephasen. 

Ein interessantes Merkmal des Elvie Trainers ist die Rückmeldung zur Übungsausführung. Das Gerät kann erkennen, wenn eine Übung nicht korrekt ausgeführt wird, und entsprechend warnen. 

Auch beim Alltag ist Elvie vergleichsweise unkompliziert. Das Gerät wird kabellos mit der App verbunden und kommt mit einem Ladeetui. Laut Hersteller hält der Akku bei normaler Nutzung mehrere Wochen. Die App selbst ist kostenlos und bietet unter anderem Trainingsanleitungen, Erinnerungen und Fortschrittsverfolgung. 

Was spricht für Elvie?

Elvie ist vor allem interessant, wenn du ein reduziertes und strukturiertes Trainingskonzept möchtest. Die Übungen sind klar aufgebaut und das Echtzeit-Feedback steht im Mittelpunkt. Auch die direkte Messung der Muskelkraft ist ein Merkmal, mit dem sich Elvie von manchen einfacheren Biofeedback-Systemen unterscheidet. 

Der aktuelle Preis auf der deutschen Elvie-Website liegt bei 199 Euro

Was könnte gegen Elvie sprechen?

Wer beim Beckenbodentraining möglichst viele verschiedene Spiele und Trainingsmöglichkeiten sucht, könnte die App im Vergleich zu Perifit oder Emy als weniger umfangreich empfinden. Elvie setzt stärker auf ein fokussiertes Trainingssystem als auf eine möglichst große Auswahl an Spielwelten.

Emy Trainer: Was macht Emy anders?

Der Emy Beckenbodentrainer kombiniert ebenfalls Biofeedback mit einer Smartphone-App. Die Muskelaktivität wird in Echtzeit erfasst und auf dem Smartphone dargestellt. Dadurch kannst du direkt sehen, wann du deinen Beckenboden anspannst und entspannst.

Besonders auffällig ist der spielerische Aufbau. Die Emy-App bietet 32 Mini-Spiele in acht Themenwelten. Dabei wird die Beckenbodenanspannung genutzt, um die jeweiligen Spiele zu steuern. Zusätzlich erstellt die App personalisierte Trainingsprogramme und passt diese an das Trainingsniveau und die Fortschritte an. 

Emy ist außerdem als CE-gekennzeichnetes Medizinprodukt der Klasse 1 beschrieben. Der Hersteller gibt an, dass das Produkt in Zusammenarbeit mit Fachkräften aus Gynäkologie und Physiotherapie entwickelt wurde. 

Was spricht für Emy?

Emy eignet sich besonders für Frauen, die sich durch Abwechslung, Spiele und sichtbare Fortschritte motivieren lassen. Die App macht aus den Beckenbodenübungen eine Art kleine Trainingseinheit mit verschiedenen Aufgaben und Themenwelten.

Praktisch ist außerdem, dass die Emy-App auch ohne den Sensor für Beckenbodenübungen genutzt werden kann. Mit dem eigentlichen Emy Trainer kommt zusätzlich das Echtzeit-Biofeedback hinzu. 

Der aktuell auf der deutschen Herstellerseite angegebene reguläre Preis liegt bei 165 Euro; der dort angezeigte Angebotspreis kann davon abweichen. 

Was könnte gegen Emy sprechen?

Der spielerische Ansatz ist nicht für jede Frau ein Vorteil. Wer beim Training möglichst wenig Ablenkung möchte und lieber eine sehr reduzierte App verwendet, könnte Elvie als angenehmer empfinden.

Außerdem sollte man bei Herstellerangaben zu schnellen Ergebnissen genau hinschauen. Emy nennt beispielsweise erste spürbare Verbesserungen nach drei Wochen auf Basis einer Nutzerinnenumfrage. Das ist nicht dasselbe wie der Nachweis, dass jede Nutzerin nach drei Wochen eine medizinisch relevante Verbesserung erreicht. 

Perifit: Was bietet der Beckenbodentrainer?

Perifit setzt besonders stark auf Gamification. Die App verbindet Beckenbodentraining mit zahlreichen Spielen und Trainingsaktivitäten. Laut Hersteller stehen mehr als 20 verschiedene Aktivitäten zur Verfügung. Dazu kommen personalisierte Trainingsprogramme, Erinnerungen und eine detaillierte Fortschrittsanzeige. 

Perifit Care arbeitet mit Sensoren, die die Kontraktion des Beckenbodens erfassen. Bei der aktuellen Perifit Care+-Variante kommen zusätzliche Funktionen zur Positions- und Bewegungserkennung sowie eine verbesserte Erkennung fehlerhafter Kontraktionen hinzu. 

Dadurch richtet sich Perifit besonders an Frauen, die beim Training viel Abwechslung möchten. Statt immer wieder dieselben Übungen zu absolvieren, können unterschiedliche Spiele und Trainingsarten ausprobiert werden.

Was spricht für Perifit?

Der größte Vorteil von Perifit liegt für viele Nutzerinnen wahrscheinlich in der großen Auswahl an Spielen und Trainingsmöglichkeiten. Wer sich schnell langweilt oder Schwierigkeiten hat, langfristig bei einer Trainingsroutine zu bleiben, kann von diesem Ansatz profitieren.

Gleichzeitig bietet die App detaillierte Informationen über den persönlichen Trainingsfortschritt. Bei Perifit Care+ wird außerdem stärker darauf geachtet, wie sich das Gerät während der Übung bewegt und ob Kontraktionen korrekt ausgeführt werden. 

Was könnte gegen Perifit sprechen?

Gerade die große Anzahl an Funktionen kann für manche Nutzerinnen auch überfordernd wirken. Wenn du eigentlich nur ein kurzes, unkompliziertes Beckenbodentraining möchtest, brauchst du nicht unbedingt zahlreiche Spielmodi und zusätzliche Trainingsfunktionen.

Elvie vs Emy vs Perifit: Wo liegen die wichtigsten Unterschiede?

Betrachtet man die drei Beckenbodentrainer direkt nebeneinander, wird deutlich, dass nicht ein Gerät in allen Bereichen überlegen ist. Die Unterschiede liegen vor allem bei der Gestaltung des Trainings.

Für minimalistisches Training: Elvie

Elvie konzentriert sich auf Echtzeit-Biofeedback und ein vergleichsweise klares Trainingssystem. Die verschiedenen Übungen decken Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination ab.

Für spielerisches Training: Emy

Emy verbindet Biofeedback mit 32 Mini-Spielen und personalisierten Trainingsprogrammen. Dadurch steht Motivation besonders im Vordergrund.

Für maximale Abwechslung: Perifit

Perifit bietet zahlreiche Spiele und Trainingsvarianten sowie bei Care+ zusätzliche Funktionen zur Positions- und Bewegungserkennung.

Für regelmäßige Routinen

Alle drei Systeme setzen auf App-Unterstützung, Fortschrittsanzeige und Erinnerungen. Entscheidend ist deshalb, welche App dich persönlich am ehesten dazu bringt, tatsächlich regelmäßig zu trainieren.

Welcher Beckenbodentrainer ist am besten bei Blasenschwäche?

Wenn der Hauptgrund für den Kauf eines Beckenbodentrainers eine Blasenschwäche ist, sollte nicht allein auf die Anzahl der Spiele oder die technische Ausstattung geschaut werden. Entscheidend ist zunächst, ob Beckenbodentraining zur jeweiligen Form der Inkontinenz passt.

Besonders bei einer Belastungsinkontinenz, bei der beispielsweise beim Husten, Niesen, Lachen oder Sport Urin verloren geht, gehört gezieltes Beckenbodentraining zu den etablierten Behandlungsmöglichkeiten. Eine Cochrane-Übersichtsarbeit zeigt, dass Beckenbodentraining bei Frauen mit Harninkontinenz die Wahrscheinlichkeit einer Verbesserung oder Heilung erhöhen kann. 

Bei einer Dranginkontinenz sieht die Situation anders aus. Hier steht ein plötzlich auftretender, starker Harndrang im Vordergrund. Beckenbodentraining kann Teil der Behandlung sein, aber auch Blasentraining und andere Maßnahmen können wichtig sein.

Deshalb gilt: Der beste Beckenbodentrainer ist nicht automatisch der mit den meisten Funktionen. Wenn eine medizinische Ursache hinter den Beschwerden steckt oder der Beckenboden nicht richtig angespannt werden kann, ist eine professionelle Abklärung wichtiger als die Wahl zwischen Elvie, Emy und Perifit.

Welcher Beckenbodentrainer ist für Anfänger geeignet?

Für Anfängerinnen ist vor allem wichtig, dass das Training verständlich angeleitet wird und das Biofeedback leicht zu interpretieren ist. Alle drei Systeme führen durch die Übungen und zeigen die Muskelaktivität in der App an.

Elvie ist interessant, wenn du möglichst schnell mit einem übersichtlichen Trainingssystem starten möchtest. Emy kann besonders motivierend sein, wenn dir spielerische Übungen gefallen. Perifit bietet sich an, wenn du möglichst viele unterschiedliche Spiele und Trainingsmöglichkeiten ausprobieren möchtest.

Wer hingegen überhaupt nicht weiß, wie sich eine korrekte Beckenbodenkontraktion anfühlt, sollte nicht ausschließlich auf die App vertrauen. Eine Anleitung durch eine entsprechend qualifizierte Physiotherapeutin oder einen Physiotherapeuten kann gerade am Anfang wertvoll sein.

Welcher Beckenbodentrainer eignet sich nach der Geburt?

Nach Schwangerschaft und Geburt kann Beckenbodentraining dabei helfen, die Muskulatur wieder gezielt wahrzunehmen und aufzubauen. Trotzdem sollte nicht direkt nach der Geburt eigenständig mit einem smarten Beckenbodentrainer begonnen werden.

Der richtige Zeitpunkt hängt vom individuellen Geburtsverlauf und der körperlichen Erholung ab. Elvie empfiehlt beispielsweise, nach der Geburt zunächst die Zustimmung einer medizinischen Fachkraft einzuholen. 

Gerade nach einer Geburt kann eine individuelle Beurteilung des Beckenbodens sinnvoll sein. Denn nicht jede Frau benötigt ausschließlich Kräftigung – manchmal stehen auch Koordination, Entspannung oder andere Beschwerden im Vordergrund.

Was bringt Biofeedback beim Beckenbodentraining wirklich?

Biofeedback ist eines der wichtigsten gemeinsamen Merkmale von Elvie, Emy und Perifit. Die Idee dahinter ist einfach: Statt nur zu versuchen, den Beckenboden anzuspannen, erhältst du eine Rückmeldung darüber, was deine Muskulatur tatsächlich macht.

Das kann besonders für Anfängerinnen hilfreich sein. Allerdings sollte man Biofeedback nicht mit einer Garantie für bessere Behandlungsergebnisse verwechseln. Eine Cochrane-Übersichtsarbeit kommt zu dem Ergebnis, dass zusätzliches Biofeedback beim Beckenbodentraining gegenüber Training ohne Biofeedback wahrscheinlich keinen oder nur einen kleinen zusätzlichen Effekt auf wichtige Behandlungsergebnisse hat. 

Der große praktische Vorteil liegt daher häufig in der Rückmeldung und Motivation. Wenn du dadurch besser verstehst, wie du deinen Beckenboden anspannen musst und häufiger trainierst, kann das Gerät indirekt einen wichtigen Unterschied machen.

Typische Fehler beim Vergleich von Elvie, Emy und Perifit

Nur nach dem Preis entscheiden

Der günstigste Beckenbodentrainer ist nicht automatisch die beste Wahl. Wenn dich eine bestimmte App stärker motiviert und du dadurch regelmäßig trainierst, kann ein etwas teureres Gerät für dich langfristig sinnvoller sein.

Die Anzahl der Spiele mit der Wirksamkeit gleichsetzen

Viele Spiele können das Training abwechslungsreicher machen. Sie sind aber kein Beweis dafür, dass ein Gerät medizinisch wirksamer ist. Die Qualität des eigentlichen Beckenbodentrainings bleibt entscheidend.

Herstellerangaben mit unabhängigen Studien verwechseln

Aussagen wie „Ergebnisse nach drei Wochen“ oder „klinisch erwiesen“ sollten immer im jeweiligen Kontext betrachtet werden. Hersteller können sich auf eigene Studien, Nutzerumfragen oder bestimmte Produktmerkmale beziehen. Das ist nicht automatisch dasselbe wie eine unabhängige klinische Studie oder eine systematische Übersichtsarbeit.

Den Beckenboden nur kräftigen wollen

Ein funktionierender Beckenboden muss nicht nur stark sein. Auch Koordination und Entspannung spielen eine wichtige Rolle. Bei bestimmten Beschwerden kann ein reines Krafttraining sogar am eigentlichen Problem vorbeigehen.

Worauf sollte man beim Kauf eines Beckenbodentrainers achten?

Bevor du dich für Elvie, Emy oder Perifit entscheidest, lohnt sich zunächst die Frage, was dich beim Training tatsächlich motiviert. Möchtest du möglichst schlicht trainieren oder machen dir Spiele und Challenges mehr Spaß?

  • Biofeedback: Wie genau und verständlich wird die Muskelaktivität dargestellt?
  • App: Sind Trainingspläne, Erinnerungen und Fortschrittsanzeige für dich sinnvoll?
  • Motivation: Motivieren dich Spiele oder möchtest du möglichst wenig Ablenkung?
  • Bedienung: Lässt sich das Gerät einfach einsetzen, reinigen und laden?
  • Kompatibilität: Funktioniert die App mit deinem Smartphone und Betriebssystem?
  • Preis: Passt der Anschaffungspreis zu deinem Budget?
  • Medizinische Situation: Ist das Gerät für deine individuelle Situation überhaupt geeignet?

Auch die Reinigung und der Umgang mit dem Gerät sollten nicht unterschätzt werden. Bei allen drei Produkten handelt es sich um Geräte, die während des Trainings vaginal eingeführt werden. Deshalb sollte die jeweilige Gebrauchsanweisung zur Reinigung und Anwendung genau beachtet werden.

Elvie vs Emy vs Perifit: Meine Empfehlung

Wenn du ein möglichst übersichtliches und fokussiertes Training möchtest, ist Elvie eine interessante Wahl. Das Gerät konzentriert sich stark auf Echtzeit-Feedback, Technik und klar strukturierte Übungen.

Wenn dir Motivation durch Spiele besonders wichtig ist, spricht vieles für Emy. Die Kombination aus Biofeedback, personalisierten Trainingsprogrammen und 32 Mini-Spielen macht das Training abwechslungsreich.

Wenn du möglichst viele Spiele, Trainingsvarianten und zusätzliche Feedbackfunktionen möchtest, ist Perifit besonders interessant. Vor allem die aktuelle Care+-Variante bietet einen umfangreichen Funktionsumfang.

Einen eindeutigen „Testsieger“ gibt es deshalb nicht. Für den Trainingserfolg ist das Gerät am besten, das du korrekt und regelmäßig benutzt. Wenn du nach einigen Wochen keine Lust mehr auf die App hast, bringt dir auch das technisch umfangreichste Gerät wenig.

Fazit: Elvie vs Emy vs Perifit – welcher Beckenbodentrainer passt zu dir?

Elvie, Emy und Perifit gehören zu den bekanntesten smarten Beckenbodentrainern mit Biofeedback. Alle drei können das klassische Beckenbodentraining durch visuelle Rückmeldung, Trainingsprogramme und Fortschrittsanzeigen unterstützen.

Elvie ist die passende Wahl für Frauen, die ein eher reduziertes, strukturiertes Training bevorzugen. Emy richtet sich stärker an Nutzerinnen, die durch Spiele und personalisierte Programme motiviert werden. Perifit bietet besonders viel Abwechslung und einen umfangreichen Funktionsumfang.

Gleichzeitig sollte man sich von technischen Funktionen nicht täuschen lassen. Die wissenschaftliche Evidenz spricht vor allem für regelmäßiges Beckenbodentraining selbst. Ein smartes Gerät kann dabei eine praktische Unterstützung sein, ist aber keine Voraussetzung für einen Trainingserfolg.

Die einfache Entscheidungshilfe: Elvie für ein fokussiertes Training, Emy für spielerische Motivation und Perifit für besonders viel Abwechslung. Wenn du unter Blasenschwäche, Schmerzen oder anderen Beckenbodenbeschwerden leidest, sollte die Wahl des Geräts außerdem nicht die individuelle Abklärung durch medizinisches Fachpersonal ersetzen.

Häufige Fragen zu Elvie, Emy und Perifit

Was ist besser: Elvie, Emy oder Perifit?

Welcher Beckenbodentrainer besser ist, hängt von deinen persönlichen Vorlieben ab. Elvie ist besonders übersichtlich und fokussiert, Emy setzt stark auf spielerisches Training und Perifit bietet besonders viele Spiele und Trainingsvarianten. Einen allgemein besten Beckenbodentrainer gibt es nicht.

Ist Elvie besser als Perifit?

Nicht grundsätzlich. Elvie punktet mit einem klar strukturierten Trainingssystem und Kraft- und Bewegungssensoren. Perifit bietet dagegen mehr Spiele und bei Care+ zusätzliche Funktionen zur Positions- und Bewegungserkennung. Welche Variante besser passt, hängt davon ab, was dir beim Training wichtig ist.

Ist Emy besser als Elvie?

Emy ist nicht grundsätzlich besser als Elvie, bietet aber einen anderen Trainingsansatz. Emy setzt besonders stark auf spielerische Übungen und personalisierte Programme. Elvie konzentriert sich stärker auf ein übersichtliches Training mit verschiedenen Biofeedback-Übungen.

Welcher Beckenbodentrainer ist am besten bei Blasenschwäche?

Bei Blasenschwäche sind vor allem regelmäßiges und korrektes Beckenbodentraining entscheidend. Elvie, Emy und Perifit können dieses Training unterstützen. Besonders bei Belastungsinkontinenz ist Beckenbodentraining eine etablierte Behandlungsmöglichkeit. Welche technische Unterstützung am besten geeignet ist, hängt von deinen persönlichen Bedürfnissen ab.

Kann man mit Elvie, Emy oder Perifit den Beckenboden wirklich stärken?

Ja, die Geräte unterstützen gezieltes Beckenbodentraining, das die Muskulatur stärken und ihre Kontrolle verbessern kann. Der Trainingseffekt entsteht jedoch nicht allein durch das Gerät, sondern durch die regelmäßige Aktivierung und Anpassung der Muskulatur.

Welcher Beckenbodentrainer ist nach der Geburt geeignet?

Elvie, Emy und Perifit können grundsätzlich für das Beckenbodentraining nach der Geburt interessant sein, aber der richtige Zeitpunkt sollte individuell geklärt werden. Nach der Geburt sollte zunächst die körperliche Erholung berücksichtigt und gegebenenfalls mit einer Hebamme, Ärztin, einem Arzt oder einer Physiotherapeutin besprochen werden, wann ein entsprechendes Gerät verwendet werden kann.

Wie oft sollte man mit einem Beckenbodentrainer trainieren?

Entscheidend ist regelmäßiges Training über einen längeren Zeitraum. Die konkreten Empfehlungen können je nach Trainingsprogramm und individueller Situation variieren. Elvie empfiehlt beispielsweise mindestens drei Trainingseinheiten pro Woche; für ein allgemeines Beckenbodentraining werden häufig häufigere Übungen empfohlen. 

Ist Biofeedback beim Beckenbodentraining notwendig?

Nein, Biofeedback ist keine Voraussetzung für wirksames Beckenbodentraining. Es kann jedoch helfen, die richtige Muskelaktivierung besser wahrzunehmen und die Motivation zu erhöhen. Die aktuelle Evidenz zeigt nicht eindeutig, dass zusätzliches Biofeedback das Training grundsätzlich deutlich wirksamer macht. 

Was kostet Elvie, Emy und Perifit?

Die Preise können je nach Modell, Angebot und Händler variieren. Auf den deutschen Herstellerseiten lag Elvie zum Zeitpunkt der Recherche bei 199 Euro und Emy beim regulären Preis bei 165 Euro. Bei Perifit unterscheiden sich die Preise je nach Modell, beispielsweise zwischen Care und Care+. Deshalb lohnt sich vor dem Kauf ein aktueller Preisvergleich. 

Hinweis: Dieser Vergleich dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Harninkontinenz, Schmerzen, einem Gefühl von Druck oder Senkung oder anderen Beschwerden sollte der Beckenboden individuell medizinisch oder physiotherapeutisch beurteilt werden.

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