Beckenbodenschwäche: Was wirklich hilft und was die Krankenkasse zahlt

Was hilft bei einer Beckenbodenschwäche?

Ein geschwächter Beckenboden kann sich unterschiedlich bemerkbar machen. Manche Frauen verlieren beim Husten, Niesen oder Heben ungewollt Urin. Andere spüren einen Druck im Unterleib oder haben Probleme beim Wasserlassen. Wenn auch das stützende Gewebe geschwächt ist, können sich die Blase, die Gebärmutter, die Scheide oder der Enddarm absenken.

Gezieltes Beckenbodentraining kann helfen, die Muskulatur zu stärken und Beschwerden zu lindern. Bei einer Senkung kann auch ein individuell angepasstes Pessar sinnvoll sein. Welche Behandlung passt, hängt von den Beschwerden und ihrer Ursache ab.

Was ist ein Beckenbodentrainer?

Ein Beckenbodentrainer unterstützt Sie bei gezielten Übungen. App-gestützte Modelle wie Emy oder Perifit werden vaginal angewendet. Die App leitet das Training an und gibt Rückmeldung zu den Übungen. Ein Gerät kann das regelmäßige Training erleichtern, ersetzt bei Beschwerden aber nicht die ärztliche Abklärung.

Wie oft sollte ich trainieren?

Entscheidend ist, dass Sie regelmäßig und korrekt trainieren. Viele Programme dauern nur wenige Minuten pro Einheit. Wie häufig Sie üben sollten, richtet sich nach dem Gerät und Ihrer persönlichen Situation. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie die richtigen Muskeln anspannen, kann eine auf Beckenbodentherapie spezialisierte Physiotherapeutin Sie anleiten.

Wann kann ich eine Verbesserung bemerken?

Eine Wirkung kann bereits nach einigen Wochen spürbar sein. Wie schnell sich Beschwerden bessern, ist jedoch individuell verschieden. Gerade bei einer stärkeren Organsenkung reicht Beckenbodentraining allein möglicherweise nicht aus.

Ist Beckenbodentraining auch ohne Inkontinenz sinnvoll?

Ja. Sie können Ihren Beckenboden auch trainieren, wenn Sie keinen ungewollten Urinverlust haben. Ob die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für ein bestimmtes Trainingsgerät übernimmt, ist eine andere Frage. Dafür prüft sie die medizinische Notwendigkeit und die Verordnung.

Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse

Welche Diagnose sollte auf dem Rezept stehen?

Bei den Beckenbodentrainern, die wir auf Rezept versorgen, ist eine ärztlich festgestellte Harninkontinenz für die Kostenübernahme in der Regel maßgeblich. Die Angabe „Beckenbodenschwäche“ allein reicht nach unserer Erfahrung meist nicht aus. Bitte lassen Sie eine Diagnose nur dann auf dem Rezept angeben, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt sie tatsächlich festgestellt hat.

Können Sie mein Rezept vorab prüfen?

Ja. Senden Sie uns ein Foto Ihres Rezepts. Wir prüfen, ob die Angaben für die Anfrage bei Ihrer Krankenkasse ausreichen, und melden uns, falls etwas fehlt. Die Entscheidung über die Kostenübernahme trifft Ihre Krankenkasse.

Wie läuft die Kostenübernahme ab?

Nach Ihrer Bestellung reichen wir die erforderlichen Unterlagen bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse ein. Sobald die Versorgung genehmigt ist, senden wir Ihnen den Beckenbodentrainer zu. Eine gesetzliche Zuzahlung kann anfallen.

Kann ich einen Beckenbodentrainer ohne Rezept kaufen?

Ja. Für einen privaten Kauf benötigen Sie kein Rezept. Wenn Sie eine Kostenübernahme durch Ihre gesetzliche Krankenkasse wünschen, sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über eine passende Verordnung.


Was Sie auch interessieren könnte

Passende Produkte

Quellen

Das könnte Ihnen auch gefallen